Lebensmittel ohne Zwischenhändler

In den Folgejahren der Krise konnte man exorbitante Gewinnspannerhöhungen von bis zu 100 Prozent beobachten, die von Zwischenhändlern sowie Supermärkten auf dem Rücken der finanziell geschwächten Haushalte und der Landwirte erwirtschaftet wurden. Als Antwort darauf haben wir die Initiative Lebensmittel ohne Zwischenhändler ins Leben gerufen. Unter regem Interesse von in- sowie ausländischen Medien haben wir so die Initialzündung zur sogenannten „Kartoffelbewegung“ gegeben, die mittlerweile in ganz Griechenland Nachahmer gefunden hat.

Die Idee dahinter ist so einfach wie wirkungsvoll: Die Produzenten verkaufen ihre Waren ohne einen dazwischengeschalteten Mittelsmann direkt an den Endkonsumenten. Der Erzeuger erzielt damit einen höheren Preis, als Supermärkte bereit wären zu entrichten, während der Endverbraucher lediglich, zuzüglich Mehrwertsteuer, den echten und fairen Betrag bezahlen muss.

Auf diese Weise kann der regionale Landwirt an nur einem einzigen Tag seine gesamte Produktion zu einem angemessenen Preis verkaufen und das Geld unmittelbar einsammeln, die Kunden aber weit günstiger einkaufen als im Supermarkt – eine Win-win-Situation, bei der nur der ursprüngliche Hauptverdiener leer ausgeht, der Zwischenhändler. Die Organisation von Zeit, Ort, Ablauf und Vorbestellungen übernehmen dabei wir. Die positive Resonanz auf diese Initiative äußert sich nicht selten in großen Nahrungsmittelspenden an die soziale Lebensmittelausgabe im Anschluss an die Marktverkäufe.

Als wünschenswerter Nebeneffekt hat der Druck dieser Bewegung inzwischen Supermärkte indirekt gezwungen, ihre Gewinnspannen an die Kaufkraft der Haushalte anzupassen und den Erzeugern fairere Preise zu zahlen, anstatt sich anhand kartellartiger Strukturen in Griechenland durch die Krise zu bereichern.

 

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